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  • 07.08.2019. Fahrplan mit klarem Ziel

    Seit der Veranstaltung «Echoraum» vom Februar 2019 haben der Lenkungsausschuss und die Projektleitung an den drei Teilprojekten «Wohnraum», «Sozialraumentwicklung und individuelles Fallmanagement» sowie «Angebote und Dienstleistungen» gearbeitet. Im Sinne einer rollenden Planung werden die Konzepte weiter entwickelt – darunter das Grobkonzept zur Definition der Sozialraum-Perimeter und der Schaffung der Fachstelle/Funktion in der «Stöcklimatt». Parallel dazu läuft das Projekt «Soziokulturelle Analyse» durch die Hochschule Luzern - Soziale Arbeit.

    Architekturwettbewerb als Meilenstein

    Für das Gesamtprojekt wurde 2018 eine Machbarkeitsstudie erstellt. Den nächsten Schritt bildet ein zweistufiger Architekturwettbewerb. Die erste Stufe besteht aus einem Präqualifikationsverfahren, das acht bis zwölf Teams für die Teilnahme am Wettbewerb bestimmt. Der Entscheid fiel Anfang Juli 2019. Die zweite Stufe ist der eigentliche Architekturwettbewerb mit einer Fach- und Sachjury, bestehend aus wettbewerbserfahrenen Architekten aus der Schweiz sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bauherrschaft, des Betriebs und der Gemeinden sowie weiteren Experten. Der Wettbewerb startete Mitte Juli 2019 und endet Ende November 2019. Das Siegerprojekt wird im Verlaufe der Monate Januar und Februar 2020 der Öffentlichkeit präsentiert. Die nächsten Schritte sind Bürgschaftsabstimmungen in den Gemeinden bis Ende 2020 und – bei hoffentlich positivem Entscheid – die Erarbeitung des Gestaltungplans sowie die Erstellung der Baubewilligungsunterlagen.

    Hier geht's zum Terminplan

     

     

  • 05.02.19 . Konstruktive Resonanz aus dem "Echoraum"

     

    140 Interessierte aus den fünf Verbandsgemeinden folgten am Montag Abend, 4. Februar 2019, der Einladung der «Stöcklimatt»-Initianten, sich über die Mitwirkungsplattform «Echoraum» einzubringen. Der Grundtenor war positiv. Das Projekt «Stöcklimatt» als altersdurchmischte Wohnform findet Gefallen. Es wurden aber auch viele Ideen gesammelt, wie das Projekt bevölkerungsnah umgesetzt werden kann.

    Der Saal des Hitzkircher Pfarreiheims war mit 140 Teilnehmenden gut gefüllt, alle Stühle waren besetzt und entsprechend aktiv war die Beteiligung am «Echoraum». Dass die Workshops das Meinungspotenzial der Teilnehmenden ausschöpften und anschliessend eine rege und aufbauende Diskussionsrunde unter der Leitung von Alex Lötscher, Hochschule Luzern, stattfand, war auf die umfassende Grundinformation der Initianten und des Gastes, des Leiters des Alterszentrums «Lindenhof» in Oftringen, Ralph Bürge, zurückzuführen. Cornelius Müller, seines Zeichens Präsident des Gemeindeverbandes Chrüzmatt Hitzkirchertal, sowie Raymond Neumann, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für das Alter «Chrüzmatt» und Projektleiter der «Stöcklimatt», führten inhaltsreich in das geplante Projekt ein.

    Erfüllter Lebensabend und die Kosten im Griff

    Im Kern gibt es eigentlich keine andere Lösung als die altersdurchmischte Wohnform, wie sie in der «Stöcklimatt» über eine Sozialraumentwicklung geplant ist. Denn das Demografieszenario setzt die Leitplanken für die Alterspolitik der Zukunft: bis 2030 ein Plus von 48 Betten, bis 2035 plus 87 Betten und bis 2040 136 Betten mehr. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass pro Pflegebett eine Investition von 300 000 Franken zwingend ist, sind bis 2035 rund 26 Millionen Franken notwendig – bezahlt von den Gemeinden und damit von den Steuerzahlenden. Der Gemeindeverband Chrüzmatt Hitzkirchertal hat deshalb beschlossen, die «Chrüzmatt» nicht auszubauen. Vielmehr wird ein neuer Weg eingeschlagen: Mit dem Projekt «Stöcklimatt» entsteht ein Wohnquartier, das die Generationen vereint. Kurz: Mit dem Konzept eines Mehrgenerationenquartiers erhalten die Betagten die Möglichkeit, lange in den eigenen vier Wänden zu leben – unterstützt von einer Infrastruktur, die alle Formen des Alterswohnens mit einer gezielten Betreuung umfasst.

    Beispiel «Lindenhof» in Oftringen

    Unter dem Titel «So sieht die Pflege und Betreuung der Zukunft aus» konnte Ralph Bürge, Geschäftsführer des Alterszentrums «Lindenhof», seine Erfahrungen weitergeben. Seit vier Jahren wird das Konzept, das auf den gleichen Pfeilern wie jenes der «Stöcklimatt» beruht, konsequent umgesetzt. Es entspricht dem Wohn- und Pflegemodell 2030, dass auch der Schweizerische Heimverband CURAVIVA als das Zukunftsmodell propagiert. Entstanden ist ein altersdurchmischtes Gesundheitszentrum, das Wohnen, Pflege, ambulante Leistungen, Klinik und Paramedizin anbietet. Das Pflegeangebot ist breit gefächert: Es stehen 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag Ärzte und Spezialisten zur Verfügung. Betreutes Wohnen und Wohnen mit Service ist Standard, die Spitex ist eingebunden, es können Ferienappartements belegt werden, und Fitness und Wellness gehören ebenso dazu wie Kurse und Freizeitangebote. Integriert sind auch Kindertagesstätten mit 58 Kindern – eine sympathische Mehrgenerationenlösung also mit enormer Spannweite: Der jüngste «Lindenhof»-Gast ist 3 Monate, die älteste Bewohnerin 103 Jahre alt.

    Workshops mit Substanz und guten Ideen

    An verschiedenen Workshop-Posten konnten sich die Teilnehmenden im zweiten Teil des Abends einbringen. Und sie taten dies mit viel Engagement und Lust:

    Workshop «Aktivitäten und Angebote»: Es soll mehr Angebote für Männer geben. Die Mitwirkung der Bewohner ist gefragt. Es sollen Ruhe- und Aktivitätszonen geschaffen werden. Der Gastronomiebereich wird als Zentrum, als lebendiger Treffpunkt verstanden. Die «Stöcklimatt» soll allen zugänglich sein – also auch der breiten Öffentlichkeit.

    Workshop «Generationengemeinschaft/Sozialraum»: Die Vorteile überwiegen. Eine Generationengemeinschaft ist das beste Mittel gegen Vereinsamung, fördert eine gesündere Lebensweise und den gegenseitigen Respekt. Toleranz ist beim Kinderlärm gefragt. Hier braucht es Verständnis von beiden Seiten. Daran ist zu arbeiten. Dem ist auch mit der Bauweise der Wohnungen und der Umgebungsgestaltung Rechnung zu tragen. Auch Privatheit darf nicht zu kurz kommen.

    Workshop «Bedürfnisse punkto Infrastruktur»: Barrierefreies Bauen ist ein Muss, Schallisolationen reduzieren den Lärm, und Projekträume sollen mithelfen, den Gemeinsinn zu stärken. Es braucht aber auch Rückzugsräume. Gewünscht sind Gästezimmer für Besucherinnen und Besucher. Last, but not least gehört auch das Internet zur Infrastruktur für Betagte, nutzen es diese doch immer mehr. Auch ein Hallenbad ist auf der Wunschliste aufgetaucht.

    Workshop «Altersleitbild»: Für die Teilnehmenden stimmt die Stossrichtung «Stöcklimatt». Allerdings sollte das Altersleitbild nach fünf Jahren aktualisiert werden. Die Dienstleistungen sind für ein Gros der Interessierten wichtiger als die Architektur. Vom Alterszentrum «Lindenhof» soll so viel wie möglich übernommen werden.

    Workshop «Kommunikation»: Kommunikation ist für das Projekt «Stöcklimatt» zentral. Generell wird die Kommunikation als gut bezeichnet. Sie soll aber über die Website intensiviert werden. Die nächsten Schritte sollen laufend kommuniziert werden. Auch die Vorteile des altersdurchmischten Wohnens müssen vermehrt erklärt werden. Es ist auch Aufgabe der Verbandsgemeinden, ihre Kommunikation zu intensivieren.

    Workshop Finanzierung: Das Modell der Finanzierung über eine Bürgschaft erhält Unterstützung. Es wird anerkannt, dass mit dem Projekt die Gemeinden finanziell entlastet werden können. Die Gemeinden sollen mutig sein und den Weg konsequent gehen. Es taucht die Frage auf, was geschieht, wenn eine der fünf Verbandsgemeinden das Projekt ablehnt. Es werden auch Zahlen verlangt: Wie hoch sind die Mieten? Was sagt die Machbarkeitsstudie? Können auch Wohnungen gekauft werden? Wenn ja, wie sieht da die Erbfolge aus?

    Die nächsten Schritte

    Es wird nun Aufgabe der Projektverantwortlichen sein, die Bewohnerinnen und Bewohner der fünf Verbandsgemeinden laufend über die Weiterentwicklung des Projekts zu informieren – und weiterhin einen konstruktiven Dialog zu führen. Der «Echoraum» vom 4. Februar 2019 war der Start dazu. Als nächste Etappen stehen der Projektwettbewerb (bis 4. Quartal 2019), der Gestaltungsplan (4. Quartal 2019), die Sozialraumentwicklung (bis 4. Quartal 2019) sowie die Abstimmung in den Gemeinden (1. Halbjahr 2020) bevor. Wenn alles nach Plan verläuft, kann unmittelbar nach der Abstimmung die Baueingabe erfolgen. Informations- und Kommunikationsdrehscheibe für die «Stöcklimatt» ist die Website, welche die Möglichkeit bietet, sich per Mausklick hinter das Projekt zu stellen oder auch im Blog Meinungen und Fragen zu hinterlassen. Einen entsprechenden Aufruf hat am Schluss der Veranstaltung Verbandspräsident Cornelius Müller erschallen lassen: «Machen Sie mit und tragen Sie sich auf der Homepage unter der Rubrik ‹Wir sind dafür› ein.»

    Und hier die Bilder zum «Echoraum» von Sandra Fischer, Neuenkirch

     

     

  • 21.01.19 . "Echoraum" als Diskussionsplattform

    Die Bewohnerinnen und Bewohner der Verbandsgemeinden Aesch, Altwis, Ermensee, Hitzkirch (inklusive Hämikon, Müswangen, Gelfingen, Sulz und Retschwil) sowie Schongau haben die Möglichkeit, ihre Meinung zum Projekt «Stöcklimatt» zu äussern. Plattform dazu ist eine Veranstaltung, welche unter dem Titel «Echoraum» am Montag, 4. Februar 2019, von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr, im Pfarreiheim Hitzkirch stattfindet.

     

  • Medien positionieren "Stöcklimatt" als Pionierprojekt

    Die Medien haben das Projekt «Stöcklimatt» positiv aufgenommen und das geplante Mehrgenerationenquartier als Pionierprojekt positioniert. Berichtet haben u.a. die Schweizerischer Depeschenagentur (sda), die Luzerner Zeitung, der Seetaler Bote, Tele1, das Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF, Radio Pilatus sowie Radio Sunshine/Central.

  • Die «Stöcklimatt» vor den Medien

    Der Gemeindeverband Chrüzmatt Hitzkirchertal, der das Kompetenzzentrum für das Alter «Chrüzmatt» in Hitzkirch betreibt, geht in der Altersbetreuung neue Wege: Mit dem generationendurchmischten Sozialraumquartier «Stöcklimatt» plant der Gemeindeverband eine Alternative zu den gängigen Alters-und Pflegeheimen mit dem Ziel, die Betagten so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben zu lassen. Damit sollen Pflegekosten und Steuern gespart werden. Bei der Konzeption und Umsetzung der Sozialraumentwicklung wollen die Initianten mit der Hochschule Luzern zusammenarbeiten.

    An einem Mediengespräch vom 19. September 2018 wurden Idee, Konzept und weiteres Vorgehen des Projekts durch Cornelius Müller, Präsident des Gemeindeverbandes Chrüzmatt Hitzkirchertal sowie Raymond Neumann, Projektleiter «Stöcklimatt», den Medien präsentiert.