News

  • Bürgerinnen und Bürger wurden umfassend informiert


    Am 20. April 2022 abends, haben die Projektverantwortlichen alle Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinden Aesch, Ermensee, Hitzkirch und Schongau zur Informationsveranstaltung ins Pfarreiheim Hitzkirch eingeladen. Das Interesse war gross, der Saal war voll. Gemeindepräsident David Affentranger begrüsste die Anwesenden. Moderiert wurde der Anlass von Caludio Brentini. Es wurde umfassend und zu allen Themen das Projekt Stöcklimatt betreffend informiert. Auch das Architektenteam GOA GmbH, welche den Architekturwettbewerb mit dem Siegerprojekt "ELVIS" gewonnen haben, waren für die Beantwortung von Fragen anwesend.

    Finden Sie die Inhalte der Informationen hier: Bericht - Informationsabend Stöcklimatt

    Projektverantwortliche informieren Bevölkerung

    Architekten geben Auskunft zum Siegerprojekt ELVIS

     

  • Projekt Stöcklimatt – immer noch die richtige Lösung

     
    Ausgangslage ist unverändert

    Im April 2021 wurde die geplante Abstimmung zur Errichtung von Bürgschaften für das Projekt Stöcklimatt in den vier Verbandsgemeinden Aesch, Ermensee, Hitzkirch und Schongau bis auf weiteres verschoben. Nun geht es mit dem Projekt weiter.

    Das Projekt Stöcklimatt ist nach wie vor die richtige Antwort auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung im Hitzkirchertal. Die in der jüngsten Vergangenheit publizierten Zahlen von LUSTAT belegen dies. Zwar hat die kantonale Strategie „ambulant vor stationär“ bewirkt, dass in verschiedenen Altersgruppen der über 65-jährigen Menschen ca. 15% weniger in Pflegeheimen leben, als noch im Jahr 2018 angenommen. Dennoch ist die Nachfrage im Verbandsgebiet Hitzkirchertal nach Pflegeplätzen und geeignetem Wohnraum mit Versorgungslösungen ausgewiesen. Bis ins Jahr 2030 benötigt es gemäss den neusten Zahlen 125 Pflegeplätze und fünf Jahre später bereits 152 Pflegeplätze.

    Die Gemeinden Aesch, Ermensee, Hitzkirch und Schongau verfolgen als Gemeindeverband mit dem Pflegeheim Chrüzmatt bereits erfolgreich eine gemeinsame Altersstrategie im Hitzkirchertal. Die künftige Strategie beinhaltet den Ausbau ambulanter Dienstleistungen, die einen möglichst späten Eintritt in das Pflegeheim Chrüzmatt zum Ziel hat. Gleichzeitig sollen die stationären Kapazitäten sinnvoll und massvoll ausgebaut werden. Dabei will man auf einen Neubau von Pflegebetten verzichten und stattdessen mit dem Projekt Stöcklimatt die heute durch leichtere Pflegefälle besetzten stationären Pflegebetten für pflegebedürftigere Menschen verfügbar machen.

    Zur Umsetzung der Vision Stöcklimatt wurde das Gesamtprojekt in drei Teile unterteilt. Im ersten Teilprojekt ist das eigentliche Bauprojekt «Stöcklimatt – wo Generationen gemeinsam leben» entstanden. Im zweiten Teilprojekt erarbeitete ein Expertenteam basierend auf einer Analyse ein umfassendes Sozialraumkonzept, um die demografischen und strukturellen Rahmenbedingungen sowie die Perspektiven und Bedürfnisse der Bewohner und Bewohnerinnen der Verbandsgemeinden abzubilden. Im dritten Teilprojekt wurden die Angebote und Dienstleistungen der Chrüzmatt an die Stöcklimatt entwickelt. Die drei Teilprojekte sind eng miteinander verflochten.

    Der gesellschaftliche Trend geht Richtung selbständiges Wohnen im Alter, möglichst lange in den eigenen vier Wänden und mit Spitex-Versorgung. Soweit im „Bring in-Verfahren“ verfügbar, wird weitere Unterstützung bezogen, zum Beispiel ein Mahlzeitendienst. Die Stöcklimatt ist keine Konkurrenz zu diesem Modell. Sie reiht sich ein in die Kette der verschiedenen Wohnformen im Alter hin zum Pflegeheim und füllt damit eine bisher offene Lücke. Sie bietet geeigneten Wohnraum, wenn es zu Hause in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist zu leben. Sei es bedingt durch eine ungünstige Infrastruktur (Treppen, Hindernisse, Hanglagen, keine Nähe zu öffentlichem Verkehr usw.) oder auch sozialen Themen (keine Familienmitglieder in der Nähe, Vereinsamung, alleine leben, Sucht etc.). Die Versorgung in der Stöcklimatt kann gegenüber zu Hause noch einmal deutlich gesteigert werden. Dies wirkt der Notwendigkeit eines frühzeitigen Pflegeheimeintritts entgegen.

    Aktueller Projektstand

    Eine Jury aus erfahrenen und namhaften Architekten bestehend, hat das Siegerprojekt ELVIS als das geeignetste Projekt ermittelt. Aufgrund des Siegerprojekts aus dem Architekturwettbewerb, wurde ein Richtprojekt erarbeitet. Das Richtprojekt ist es so weit fortgeschritten, dass man an die Planungsphase gehen kann.  Auf diesem Richtprojekt basierend wurde ein Gestaltungsplan entwickelt. Dieser ist der Gemeinde Hitzkirch zur Genehmigung übergeben worden. Die öffentliche Auflage ist abgeschlossen und aus der direkten Nachbarschaft sind Einsprachen eingegangen. Diese Einsprachen werden zurzeit behandelt.

    Realisierung mit Partner geplant

    Der Lenkungsausschuss hat Ende 2021 den Gemeinderäten den Antrag gestellt, für die Realisierung einen Partner zu suchen. Bisher wollte man das Projekt selbst umsetzen. Alle vier Verbandsgemeinden haben sich für die Suche nach einem Realisierungspartner ausgesprochen.

    In der Konstellation Gemeinden und Gemeindeverband ist es schwierig, ein Projekt dieser Art und Grössenordnung zu realisieren. Man ist aufgrund der notwendigen politischen Prozesse zu wenig agil, um das Projekt effizient und zeitnah umzusetzen.  Zudem resultiert die Komplexität einer Trägerschaft in Form einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft verbunden mit der angestrebten Vollfinanzierung ohne Eigenmittel in nachvollziehbaren, aber nicht optimalen Bedingungen bei der Fremdfinanzierung.

    Nicht nur ein Investor gesucht

    Ein Realisierungspartner wird erfahren und professionell ein Projekt dieser Grössenordnung verwirklichen und ist mit Risiken, die ein solches Projekt mit sich bringen, bestens vertraut. Es ist die Absicht, einen Partner und nicht einfach einen Investor zu finden, der sich für das Projekt Stöcklimatt mitsamt der Vision und Strategie begeistern kann. Man strebt eine langfristige Partnerschaft an, welche für beide Parteien eine Win-Win-Situation bedeutet. In dieser Zusammenarbeit hat der Gemeindeverband Chrüzmatt Hitzkirchertal einiges zu bieten. Wenn es um den Betrieb bzw. eine integrierte Versorgungslösung geht, verfügt er mit der Chrüzmatt über eine hohe Kompetenz. Sie erbringt Dienstleistungen wie betreutes Wohnen, einen 24h-Notruf, Spitex, einen Concierge Dienst, Mahlzeitendienst, Reinigungs- und Wäscheservice und vieles mehr. Die Chrüzmatt steht für die Mieterinnen und Mieter der Stöcklimatt jederzeit offen.

    Bei der Realisierung der Stöcklimatt steht der Gemeindeverband als hochprofessioneller Partner zur Seite. In diesem Sinne kann jede Partei ihre Erfahrung professionell einbringen und gemeinsam bildet sich ein schlagkräftiges Team.

    Bürginnen und Bürger werden eingehend informiert

    Es ist vorgesehen, dass für die Bürgerinnen und Bürger in den einzelnen Verbandsgemeinden Informationsveranstaltungen stattfinden welche das Projekt Stöcklimatt und sein Nutzen für die Bevölkerung eingehend vermittelt.

  • 16.12.2021 - Gestaltungsplan ist fertiggestellt


    Öffentliche Auflage des Gestaltungsplans

    Das Projekt «Stöcklimatt» hat einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht und nimmt Form an. Der Gestaltungsplan über das Areal der Parzelle 332, auf welchem das Projekt «Stöcklimatt» errichtet werden soll, wurde fertiggestellt und der Gemeinde Hitzkirch übergeben. Gemäss Mitteilung der Gemeinde, werden die Unterlagen zum Gestaltungsplan per 20. Dezember 2021 öffentlich aufgelegt. Dieser kann während der Publikationsfrist in der Zeit vom 20.12.2021 bis 14.01.2021 auf der Gemeinde Hitzkirch eingesehen werden.

    Die für den Juni 2021 angesetzte Urnenabstimmung betreffend eine Bürgschaft für das Projekt «Stöcklimatt» musste kurzfristig verschoben werden. Die Projektverantwortlichen gehen davon aus, dass die Bevölkerung innerhalb des ersten Quartals 2022 über den konkreten weiteren Projektverlauf informiert werden kann.

     

  • 16.08.2021 - Personelle Veränderungen


    Neue Gesichter im Lenkungsausschuss

    Aufgrund der kürzlich erfolgten Wahlen im Gemeinderat Ermensee und in der Verbandsleitung des Gemeindeverbands Chrüzmatt Hitzkirchertal kommt es im Lenkungsausschuss zu personellen Veränderungen.

    Auf Reto Spörri folgt der Gemeindepräsident von Ermensee, Andreas Müller. Ebenfalls Einsitz ins Gremium erhielt Orlando Pajarola, welcher als Präsident der Verbandsleitung Chrüzmatt Hitzkirchertal die Nachfolge von Cornelius Müller antrat.

    Die Projektverantwotlichen arbeiten intensiv an der Bereinigung der noch offenen Fragen im Zusammenhang mit der Finanzierungsregelung sowie der Gründung einer Aktiengesellschaft durch die öffentliche Hand, welche zur Verschiebung der Urnenabstimmung geführt haben.

    Die Projektverantwortlichen sind bestrebt, die Bevölkerung der beteiligten Verbandsgemeinden - trotz Corona - zeitnah und umfassend über das weitere Vorgehen zu informieren.

  • 13.04.2021 - Verschiebung Abstimmung


    Der Abstimmungstermin vom 13.6.2021 wird verschoben

    Die Vorbereitungen für die Etappe I des Projektes „Stöcklimatt – wo Generationen leben“ sind abgeschlossen. Das Richtprojekt steht, der Gestaltungsplan ist eingereicht, das Sozialraum- sowie das Dienstleistungskonzept und die Statuten sind verabschiedet. Das Projekt ist daher im Grundsatz bereit für die Abstimmung durch die Bevölkerung. Auf Grund der langjährigen Projektarbeit sind wir überzeugt, einen ausgewogenen Hitzkirchertaler Ansatz für die Altersstrategie der Zukunft vorbereitet zu haben.

    Das Zusammenspiel der Errichtung von Bürgschaften, der Finanzierungsregelung und der Gründung einer Aktiengesellschaft durch die öffentliche Hand, birgt rechtlich eine sehr hohe Komplexität. Es hat sich in diesem Bereich kurzfristig eine Unklarheit ergeben, die im Interesse des Projekts vor einer Volksabstimmung geklärt sein muss. Als Konsequenz muss die angekündigte Stöcklimatt Urnenabstimmung vom 13. Juni 2021 leider verschoben werden. Wir bedauern diesen Verzug.

    Die Projektverantwortlichen hoffen, dass sich bis zum neuen Abstimmungszeitpunkt die Corona Einschränkungen soweit lockern, dass die Bevölkerung der Gemeinden Aesch, Ermensee, Schongau und Hitzkirch im Rahmen von öffentlichen Orientierungsveranstaltungen besser und persönlicher informiert werden können.

  • 06.02.2021 - Sozialraum für alle


    Sozialraumkonzept und Koordinationsstelle

    Immer mehr ältere Personen wünschen sich, möglichst lange autonom und selbstbestimmt zu leben und zu wohnen; der Übertritt in ein Alters- oder Pflegeheim verschiebt sich zunehmend in das höhere Alter. Deshalb gilt es, Quartiere und Gemeinden altersgerecht zu gestalten und alle Generationen einzubeziehen. Erfolgreich sind Massnahmen auf zwei Ebenen: Förderung der Begegnungsmöglichkeiten sowie Anpassungen der Infrastruktur (z.B. der Wohnumgebung und der Versorgungsmöglichkeiten).

    Der Gemeindeverband Chrüzmatt Hitzkirchertal hat ein Projekt zur Sozialraumentwicklung in Auftrag gegeben. Es soll sozialräumliches Verständnis entwickeln, die unterschiedlichen vorhandenen Ressourcen in Form von Kooperationen und koordinierten Angeboten zusammenbringen und die Grundlagen für eine allen zur Verfügung stehenden Koordinationsstelle bereitstellen. Diese Ziele wurden ausdrücklich für das Gebiet aller Verbandsgemeinden und damit das gesamte Hitzkirchertal ausgesprochen.

    In kontinuierlicher Zusammenarbeit, unter anderem mit dem Institut für Soziokulturelle Entwicklung der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und einer eigens eingesetzten Steuergruppe wurden Grundlagen analysiert. So wurden sozialräumliche Fakten und Zahlen aus Theorie und Praxis zusammengetragen. Ferner fanden ein öffentlicher Echoraum sowie Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern und «Professionellen» statt. Aus den gesammelten Erkenntnissen wurden Schlussfolgerungen abgeleitet, diese flossen in ein umfassendes Sozialraumkonzept ein. Weiter wurde dem Gemeindeverband im Rahmen des Konzepts vorgeschlagen, mehrere konkrete, operative Empfehlungen umzusetzen. Dazu gehören:

    • Schaffen und Betreiben einer sozialräumlichen Kontakt-, Koordinations- und Animationsstelle.
    • Definieren einer Versorgungslösung für ältere Menschen in allen Verbandsgemeinden.
    • Implementieren eines sekundärpräventiven Gesundheits- und Autonomiemanagements mit Ausstrahlung über das gesamte Hitzkirchertal.
    • Fördern, Vermitteln und Wertschätzen von Freiwilligenarbeit.
    • Aufbauen und Unterstützen eines Netzwerks der Altersverantwortlichen der Verbandsgemeinden.
    • Sicherstellen regelmässiger Treffen von Bewohnenden der Wohnsiedlung und Umgebung.
    • Bereitstellen und Bewirtschaften eines für alle offenen Gemeinschaftsraums.
    • Führen, Pflegen und Nutzbarmachen eines Inventars altersrelevanter Angebote und Dienstleistungen.

    Kontakt- und Koordinationsstelle vor Ort

    Für die erfolgreiche Umsetzung dieser Empfehlungen ist eine Kontakt-, Koordinations- und Animationsstelle erforderlich. Unter der Bezeichnung Kontaktstelle Stöcklimatt ist sie der sozialräumliche Dreh- und Angelpunkt nach innen (Siedlung Stöcklimatt) und aussen (umgebendes Quartier, Hitzkirch, ganzes Hitzkirchertal). Die generalistisch geprägte Kontaktstelle fördert und unterstützt primär das selbstständige Wohnen im Alter und nimmt für die Stöcklimatt sowie die Verbandsgemeinden folgende Aufgaben wahr:

    • Anlauf-, Informations-, Vermittlungs- und Koordinationsfunktion.
    • Erkennen und Aufnehmen von gesundheits- und autonomierelevanten Problemstellungen unter Einbezug von Fachspezialisten.
    • Förderung und Vermittlung sozialräumlicher Freiwilligenarbeit und Nachbarschaftshilfe.
    • Aufbau und Pflege eines Netzwerks der Altersverantwortlichen in den Verbandsgemeinden.
    • Führen eines alterswohnrelevanten Dienstleistungsinventars für das ganze Hitzkirchertal.
    • Gewährleisten und Koordination einer soziokulturell geprägten Nutzung des Gemeinschaftsraums.
    • Sicherstellen eines regelmässigen Treffs für Bewohnende der Stöcklimatt und des umliegenden Quartiers.
    • Kommunikations- und Sensibilisierungsaufgaben.

    Das Büro der Kontaktstelle ist gut erreichbar im Eingangsbereich der Stöcklimatt platziert. Die Kontaktstelle arbeitet eng mit der Chrüzmatt zusammen. Zudem ist eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der «Drehscheibe 65plus Seetal» vorgesehen, namentlich zur Aktualisierung altersrelevanter Angebote und Verantwortlichkeiten.

    Nutzen für das ganze Hitzkirchertal

    Die äusseren Ortsteile von Hitzkirch sowie die drei Verbandsgemeinden Aesch, Ermensee und Schongau zeigen soziale, versorgungsrelevante und topografische Gemeinsamkeiten auf. Die Einwohnerinnen und Einwohner können von den in der Stöcklimatt erbrachten oder von dort koordinierten professionellen und freiwilligen Dienstleistungen profitieren.  Weiter sollen die im Perimeter 4 lebenden Menschen in ihrer eigenen sozialen Versorgungskompetenz (Nachbarschaftshilfe, freiwillige Besuchs- oder Fahrdienste, gemeinschaftliche Aktivitäten, Autonomieerhalt, altersgerechte Wohnungen) unterstützt werden.

     

    Tipp für den Leser des Sozialraumkonzepts:
    Das Sozialraumkonzept ist ein umfangreiches Dokument. Es beinhaltet nicht nur Handlungsfelder und Umsetzungsvorschläge, sondern auch die gesamte Grundlagenerhebung. Wir empfehlen direkt das Kapitel 6 aufzuschlagen. Dort und in den Kapiteln 7 und 8 findet der Interessierte die Umsetzungvorschläge. In den Kapiteln 1 bis 5 und in den Anhängen finden sich die Grundlagen und Daten, die zu diesen Vorschlägen geführt haben.

  • 05.02.2021 - Sozialraumkonzept wird öffentlich publiziert

    Während der im letzten Jahr geplanten Ausstellung des Architekturwettbewerbes war vorgesehen, das Sozialraumkonzept im Rahmen von Informationsveranstaltungen vorzustellen und wegen der komplexen Thematik näher zu erklären. Die Pandemie machte beide Vorhaben zunichte. Immer wieder hofften die Verantwortlichen, die Vernissage mitsamt den Referaten könnten im Herbst 2020 nachgeholt werden.  Bis zum heutigen Tag war dies leider nicht möglich. 

    Die Projektleitung hat nun entschieden, das Sozialraumkonzept dennoch öffentlich zugänglich zu machen. Pandemiebedingt werden wohl weiterhin physisch stattfindende Informationsveranstaltungen nicht möglich sein. Das Sozialraumkonzept beinhaltet die gesamte Grundlagenarbeit bis hin zu den Umsetzungsvorschlägen und zeigt der Bevölkerung, dass nicht bloss in Beton investiert wird, sondern die Stöcklimatt den Gemeinden viel zu bieten hat. Die Realisation der Stöcklimatt mitsamt dem Sozialraumkonzept ist für das ganze Hitzkirchertal ein echter Mehrwert.

    Pubilkationstermin: 6. Februar 2021 unter News und in der Infothek

  • 11.08.2020 - Das weitere Vorgehen nach Corona

    Die Corona-Pandemie hat den Kommunikationsprozess zum Projekt «Stöcklimatt» beeinflusst – ja, sie hat die Möglichkeit der persönlichen Kommunikation stark beeinträchtigt. Im Hintergrund wurde am Projekt jedoch weitergearbeitet, um den politischen Prozess zu begleiten.Ein Markstein wird die Urnenabstimmung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Verbandsgemeinden vom 13. Juni 2021 über die Finanzierung des Projekts in Form einer Bürgschaft sein. Im Vorfeld finden dazu ergänzend Gemeindeversammlungen statt.

    Die Entwicklung des Gestaltungsplans verläuft planmässig. Das Dokument wird im Herbst 2020 von der Standortgemeinde Hitzkich formell genehmigt. Der Gestaltungsplan ist Teil der Nutzungsplanung und wie der Zonenplan und das Baureglement eigentümerverbindlich. Er verfeinert die Vorgaben des Zonenplans mit zusätzlichen Aussagen über die Nutzung, Erschliessung, Bebauung und Ausstattung. Der Gestaltungsplan ist keine grundsätzliche Baubewilligung. Das heisst: Für jede Etappe des Projekts «Stöcklimatt» ist ein ordentliches Baubewilligungsverfahren zu durchlaufen, wobei Auflagen und Einsprachen nie ausgeschlossen werden können.

    Es stehen folgende weitere Kommunikationsmassnahmen an: Grundsätzlich ist die Website der Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation. Hier erfahren die Leserinnen und Leser alles Wissenswerte zum Projekt. Die Website gewichtet den Dialog und Austausch mit den Anspruchsgruppen und der Bevölkerung allgemein stark. Interessierte können sich in der Rubrik «Mitwirken» jederzeit in die Diskussion einschalten.

    Ausstellung zum Projektwettbewerb und zum Sozialraumkonzept: Diese wird im Herbst 2020 nachgeholt und findet in Hitzkirch statt. Das genaue Datum wird rechtzeitig bekanntgegeben.

    Ausstellungen in den Verbandsgemeinden: Pläne und Modelle werden in allen Verbandsgemeinden präsentiert und mit den Besucherinnen und Besuchern diskutiert. Die Verantwortlichen stehen vor Ort Red und Antwort, auch was die Bedeutung des Sozialraumkonzepts betrifft. Die Ausstellungen findet im Zeitraum zwischen Mitte Februar und Ende März 2021 statt. Das genaue Datum wird rechtzeitig bekanntgegeben

  • 10.03.20 - Präzisierung

    Der ausführliche und informative Artikel zum Architekturwettbewerb des Projekts "Stöcklimat" in der heutigen  Ausgabe der "Luzerner Zeitung" bedarf einer Präzisierung bezüglich der Kosten und der Finanzierung. Was das Investitionsvolumen betrifft, beträgt dieses für die erste Etappe 25 Millionen Franken, inkl. Landkauf. Es handelt sich dabei um ein Kostendach. Für das gesamte Projekt sind 45 Millionen Franken - ebenfalls als Kostendach- veranschlagt. Die Finanzierung der ersten Etappe (25 Millionen Franken) erfolgt über eine Bürgschaft der Verbandsgemeinden. Darüber wird im März 2021 an Gemeindeversammlungen und über die Urne abgestimmt. Die Termine für die weiteren zwei Etappen sind noch offen.

    Luzerner Zeitung vom 10. März 2020

  • 09.03.20 - ELVIS gewinnt Architekturwettbewerb

    Hitzkirch. Die GOA Architektur GmbH, Zürich, ist mit ihrem Projekt «ELVIS» als Siegerin aus dem Architekturwettbewerb für das Bauprojekt «Stöcklimatt – Wo Generationen gemeinsam leben» hervorgegangen. Preisträgerin bei der Landschaftsarchitektur ist das Büro Schläpfer Carstensen Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich. Insgesamt haben sich 54 Teams beworben, 10 wurden in einem Präqualifikationsverfahren bewertet. Die Bewertung erfolgte durch ein Preisgericht, welches sich aus Sachpreisrichtern und Fachpreisrichtern zusammensetzte. Insgesamt sind unter anderem 80 bis 100 Wohnungen, verschiedene Therapie- und Gemeinschaftsräumlichkeiten sowie eine Kindertagesstätte im Sinne eines Mehrgenerationenquartiers geplant.

    Das Projekt «ELVIS» der GOA Architektur GmbH, Zürich, überzeugte die Jury vor allem durch seine einfache Grundkonzeption und  « die bestechende Idee der kraftvollen Mitte, welche eine Vielzahl von unterschiedlichen Nutzungen aufnimmt und als Dreh- und Angelpunkt fungiert», wie das Preisgericht in seiner Würdigung zusammenfasst. Das Projekt erscheine nicht nur auf den ersten Blick interessant und vielversprechend, «sondern lässt auch viel Interpretationsspielraum und Optionen für die Zukunft offen, was letztlich auch einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen entspricht», hält das Preisgericht weiter fest.

    Drei Baukörper in drei Etappen

    Städtebaulich sieht das Siegerprojekt «ELVIS» drei Baukörper vor, die auch in drei Etappen realisiert werden sollen. Das Ensemble gliedert sich um einen grosszügigen zentralen Hof, der auf die Herrenmattstrasse ausgerichtet ist. Die Hauptzugänge der Neubauten liegen am Hof, der als öffentlicher Treff- und Mittelpunkt des Ensembles fungiert und auch die Bewohnerinnen und Bewohner aus der Nachbarschaft einladen soll. Im Kern reflektiert das Projekt auch die Erkenntnisse der in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern, HSLU – Soziale Arbeit erarbeiteten Sozialraumstudie «Sozialraumentwicklung und Koordinationsstelle», welche Basis für die Entwicklung des Mehrgenerationenquartiers ist. Das Projekt «ELVIS» stärkt dieses Gemeinschaftsgefühl, indem es die entsprechende bauliche Infrastruktur bereitstellt.

    Attraktiv ist bei «ELVIS» auch die Freiraumgestaltung, entwickelt durch die Schläpfer Carstensen Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich. Die drei Neubauten bilden ein Ensemble mit dazwischengelagerten, platzartigen Freiräumen und einem durchgrünten, U-förmig verlaufenden Siedlungsrand. Unter anderem bildet das Hauptgebäude mit «Inhouse-Spitex» (interner Pflegedienst) und Kita-Betrieb den Drehpunkt der «Stöcklimatt»-Siedlung. Das öffentlich gehaltene Erdgeschoss ist allseitig zugänglich. Zwischen den Bauten der zweiten und der dritten Etappe sowie dem östlich situierten Haus kommen hofartige, gemeinschaftlich gestaltete Spiel- und Aufenthaltsbereiche zu liegen.

    Wohnungen für verschiedene Generationen

    Bestimmend für die Wohnungstypologie in der ersten Etappe ist die Absicht, mit einem Minimum an Flurflächen auszukommen. Dazu die «ELVIS»-Sieger: «Nahezu quadratische Wohn- und Essbereiche mit davorliegender Loggiaschicht prägen das Raumgefüge. Seitlich daran angegliedert liegen die Schlafzimmer mit den Nasszellen, welche diskret über einen kleinen Vorraum erreicht werden und damit Tag- und Nachtbereiche schaffen». Die zweite Etappe etabliert eine schlanke Wohnzeile mit Laubengang-Erschliessung. Die Gebäudetiefe ermöglicht allen Wohnungen ein sogenanntes «Durchwohnen». Die dritte Etappe wiederum vermittelt zwischen den fünfgeschossigen Bauten und den angrenzenden Einfamilienhäusern. Typologisch an Reiheneinfamilienhäuser angelehnt, bestehen die ersten beiden Geschosse aus familienfreundlichen Maisonettewohnungen. Darüber kommt ein Geschoss mit Zwei-Zimmer-Studios zu liegen. Sie eignen sich für ältere Bewohnerinnen und Bewohner wie auch für Einzelhaushalte (Singles).

    Grosses Interesse am Wettbewerb

    Für den Architekturwettbewerb haben sich insgesamt 54 Teams aus der Schweiz beworben. Ein Team bestand jeweils aus dem federführenden Architekten und einem Landschaftsarchitekten, wobei sich die Landschaftsarchitekten zusammen mit mehreren Architekten bewerben konnten. Nach einem Präqualifikationsverfahren wurden zehn Teams ausgewählt, die zum Wettbewerb zugelassen wurden. Die Bewertung erfolgte durch ein Preisgericht, welches sich aus Sachpreisrichtern (Vertreter der Verbandsleitung, des Gemeinderates Hitzkirch und der operativen Führung der «Chrüzmatt») und Fachpreisrichtern (ausgewiesene Architekten mit entsprechender Erfahrung und Reputation) zusammensetzte. Eingabefrist für die Projekte war der 30. November 2019. Alle zehn Teams haben ein Projekt eingegeben.

    Drei Teilprojekte

    Das Projekt «Stöcklimatt» gliedert sich in drei Teilprojekte:

    Teilprojekt I entwickelt das Bauprojekt «Wo Generationen gemeinsam leben». Alt und Jung finden sich in einer übersichtlich gestalteten Anlage mit vielfältigen Gebäuden und bester Infrastruktur. Insgesamt sind rund 80 bis 100 Wohnungen vorgesehen. Zum Raumprogramm gehören unter anderem auch eine Kindertagesstätte sowie Therapie- und Gesellschaftsräume. Falls Pflege notwendig wird, wird sie durch die Spitex oder in der benachbarten «Chrüzmatt» abgedeckt.

    Teilprojekt II ist das Konzept «Sozialraumentwicklung und Koordinationsstelle». Die Vorschläge unterstützen die Überlegungen des Gemeindeverbandes Chrüzmatt Hitzkirchertal, die zukünftige Alterspolitik mit Blick auf den Bedarf und die Möglichkeiten des gesamten Verbandsgebiets und gleichzeitig kostengünstiger zu gestalten.

    Teilprojekt III wiederum definiert die zukünftigen Angebote und Dienstleistungen. Perimeter dienen dabei als Orientierungshilfe für die Umsetzung. Vorgeschlagen werden unter anderem Angebote und Dienstleistungen wie Hauswartdienst, Sozialberatung, Demenzberatung, ein unmittelbares Notrufsystem sowie Inhouse-Spitex, Fahr- und Begleitdienste und ein Wäsche- und Flickservice.

    Der weitere Fahrplan – Ausstellung verschoben

    Vorerst ist nochmals zu betonen, dass aufgrund der derzeitigen Gefahrenlage betreffend Corona Virus die geplante Ausstellung zum Architekturwettbewerb verschoben werden musste. Die Ausstellung wäre auch mit zwei Vorträgen zur Sozialraumstudie verbunden gewesen. Das neue Datum wird bekanntgegeben, sobald sich die Lage bezüglich Corona Virus geklärt hat. Unabhängig davon sind in den nächsten eineinhalb Jahren folgende Schritte geplant:

    Bis Ende 2020 erfolgt die Gestaltungsplanentwicklung und -bewilligung.  Die Finanzierung soll mit Bürgschaften der fünf Verbandsgemeinden abgesichert werden. Die dazu notwendigen Abstimmungen finden im März 2021 statt. Im Anschluss wird das Vorprojekt und die Baubewilligungsunterlagen erarbeitet. Im Idealfall wird mit den Bauarbeiten für die erste Etappe im Jahre 2022 begonnen.

    Hier sehen Sie den Bericht des Preisgerichts (klicken).

    Siegerprojekt - Modell

    Siegerprojekr - Blick in die Zukunft

    Siegerprojekt - Aufsicht  Gesamtgelände

    "Stöcklimatt"- Aus der Vogelperspektive

    Bericht Luzerner Zeitung vom 10. März 2020

    Bericht Seetaler Bote vom 12. März 2020

  • 05.03.20 - Absage Ausstellung "Stöckimatt"

    Die im Rahmen des Architekturwettbewerbs angekündigte Vernissage vom 9. März 2020, die nachfolgende Ausstellung vom Dienstag, 10. März bis Sonntag, 15. März 2020 sowie die während der Ausstellung geplanten Vorstellungen der Ergebnisse des Sozialraumkonzeptes sind aufgrund der gesundheitlichen Gefährdung durch das Coronavirus (COVID-19) abgesagt worden und werden auf einen späteren, noch zu bestimmenden Zeitpunkt verschoben.

    Lesen Sie hier die Medienmitteilung dazu.

  • 13.02.20 - Ab 9. März 2020 - Ausstellung zum Architekturwettbewerb

    Bekanntlich fand im Rahmen der Projekts "Stöcklimatt" ein Architekturwettbewerb statt. Für diesen Architekturwettbewerb haben sich insgesamt 54 Teams beworben. Ein Team bestand jeweils aus dem federführenden Architekten und einem Landschaftsarchitekten, wobei sich letztere zusammen mit mehreren Architekten bewerben konnten. Nach einem Präqualifikationsverfahren wurden zehn Teams ausgewählt, die zum Wettbewerb zugelassen wurden. Die Bewertung erfolgte durch eine Preisgericht, welches sich aus Sachpreisrichtern (Vertreter der Verbandsleitung, des Gemeinderates Hitzkirch und der operativen Führung der Chrüzmatt) und Fachpreisrichtern (ausgewiesene Architekten mit einer entsprechenden Erfahrung und Reputation) zusammensetzte. Eingabefrist für die Projekte war der 30. November 2019. Alle zehn Teams haben ein Projekt eingegeben. Das Preisgericht hat diese beurteilt und das Siegerprojekt ermittelt. Am Montag, 9. März 2020, wird das Siegerprojekt präsentiert. Die Präsentation erfolgt in Zusammenhang mit einer Ausstellung, bei der alle Projekte gezeigt und erklärt werden. Die Vernissage dazu findet am 9. März 2020, um 19.00 Uhr, in der Chrüzmatt (Saal Lindenberg), statt. Die Ausstellung zu der die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist, dauert bis am 15. März 2020 und ist jeweils von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr, geöffnet. Während der Ausstellungswoche finden zudem zwei spannende Referate zum Sozialraumkonzept statt. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

    Hier finden Sie die Einladung zur Ausstellung, zu der die Bevölkerung recht herzlich eingeladen ist.

  • 10.02.20 - Nutzen für das ganze Hitzkirchertal

    Im Rahmen des Projekts Stöcklimatt wurde das Teilkonzept «Sozialraumentwicklung und Koordinationsstelle» erarbeitet und im Januar von der Verbandsleitung des Gemeindeverbands Chrüzmatt Hitzkirchertal gutgeheissen. Die Konzeptarbeit wurde gemeinsam mit dem Institut für Soziokulturelle Entwicklung der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit, einer Steuergruppe und der Geschäftsleitung der Chrüzmatt geleistet und von der Walder Stiftung – Leben und Wohnen im Alter finanziell und mit Know-how unterstützt. Das Konzept zeigt auf, wie das geplante betreute Wohnangebot Stöcklimatt in seine soziale Umgebung – vom Quartier bis zu allen Gemeinden des Hitzkirchertals – eingebettet werden soll und wie mit einer Anlauf- und Koordinationsstelle Freiwilligenarbeit und Nachbarschaftshilfe gefördert werden können. Lesen Sie dazu auch die Artikel, welche in der «Luzerner Zeitung» und im «Seetaler Bote» erschienen sind.

    Das Konzept «Sozialraumentwicklung und Koordinationsstelle», in welches auch Resultate der Bevölkerung aus einer Echoraum-Veranstaltung sowie Befragungen, Interviews und Eingaben auf der Homepage einflossen, schlägt sieben Handlungsschwerpunkte mit fünfzehn konkreten operativen Empfehlungen vor. Der Altwiser Teilprojektleiter „Sozialraumkonzept“ Stefan Brändlin nimmt zum vorliegenden Konzept Stellung:

    Welches sind die Leitgedanken des Konzepts?

    Stefan Brändlin: «In einer Zeit der steigenden Lebenserwartung wird die Chrüzmatt gemeinsam mit der künftigen Stöcklimatt noch stärker als bisher das Herzstück der regionalen Altersversorgung werden und wichtige Dienstleistungen im Betreuungs- und Pflegebereich erbringen. Als „Kompetenzzentrum für Altersfragen“ soll dieses Herzstück gleichzeitig auch vielfältig vorhandene Ressourcen im ganzen Hitzkirchertal stärken und koordiniert zum Einsatz bringen – über alle Generationen hinweg. Die fünf Gemeinden des Hitzkirchertals werden dabei als Lebensraum verstanden.»

    Wie soll dies konkret geschehen?

    «Geplant ist eine Anlauf- und Koordinationsstelle, welche mit den Möglichkeiten und Angeboten, aber auch mit dem vorhandenen Bedarf in unserer Region gut vertraut ist. Die Stelle soll die Autonomie und Gesundheit älterer Menschen erhalten helfen: Probleme sollen frühzeitig erkannt und die betroffenen Personen mit vorhandenen professionellen und freiwilligen Akteuren unterstützt werden. Solche Ressourcen sollen auch in und für die neue Siedlung Stöcklimatt zum Einsatz kommen, und zwar von und für Menschen unterschiedlicher Altersgruppen.»

    Hat diePerimeter-bezogene Versorgungslösung“, von der im Konzept die Rede ist, damit zu tun?

    «Genau. Gemeinsam mit den Gemeinden des Hitzkirchertals kann der Versorgungsbedarf der älteren Bevölkerung periodisch beurteilt und mit den vorhandenen Möglichkeiten und Dienstleistungen in unserer Region abgeglichen werden. Diese können dann je nach Ausdehnungsdistanz (sogenannten Perimetern) von der Chrüzmatt, Stöcklimatt oder anderen professionellen oder freiwilligen Dienstleistern angeboten und vermittelt werden. Zum Beispiel ein nächtliches Notrufangebot in der Stöcklimatt oder im umgebenden Quartier kann möglicherweise direkt von der Chrüzmatt geleistet werden, oben am Lindenberg können wiederum andere Dienstleister wie das Schweizerische Rote Kreuz, Familienangehörige oder Freiwillige vermittelt werden. Sozial- oder Demenzberatung wiederum können zentral in Hitzkirch angeboten werden, Fahr-, Begleit- und Entlastungsdienste ortsunabhängig durch verschiedene vermittelte Anbieter. Auch der Spitex kommt flächendeckend eine grosse Bedeutung zu.»

    Dazu ist „Vernetzung“ nötig, ein weiteres Stichwort im Konzept…

    «Ja, es geht um eine lösungsorientierte und gleichzeitig auch ressourcenschonende Vernetzung von Menschen und Institutionen: von engagierten Einzelpersonen und Nutzenden, aber auch von vorhandenen professionellen und freiwilligen Dienstleistern. Im Konzept schlagen wir vor, auch ein Netzwerk von örtlichen Altersverantwortlichen aus allen Verbandsgemeinden zu schaffen und die örtlichen Verantwortlichen in ihrer engagierten Arbeit zu unterstützen. Dadurch sollen Synergien mit einem hohen praktischen Nutzen für die betroffenen Menschen und die Gemeinden entstehen.»

    Die Freiwilligenarbeit spielt im Sozialraum-Konzept eine wichtige Rolle. Was empfehlen Sie dazu?

    «Die Freiwilligenarbeit wird immer wichtiger – als gesellschaftliche Ressource genauso wie lebensgestalterisch als sinnstiftendes Engagement von Menschen allen Alters. Freiwilligenarbeit soll vermehrt Wertschätzung erfahren und gefördert werden. Auch die Vermittlung von Freiwilligen kann verbessert werden. Erfahrungen aus unserer Region und aus anderen Projekten sollen in die Entwicklung eines regionalen Modells einfliessen.»

    Ihr Konzept stellt den Gemeinsinn ins Zentrum. Damit sollen der soziale Zusammenhalt und die Lebensqualität betagter Menschen erhöht werden.

    «Die Stöcklimatt fördert soziale Kontakte, vermittelt Informationen und zielt auf eine breite Partizipation. Das schützt vor Vereinsamung. Regelmässig sollen Treffen von Bewohnenden des Quartiers stattfinden und neben dem Büro der Kontaktstelle steht auch ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung. In diesem sind gesellschaftliche Anlässe oder Informationsveranstaltungen vorgesehen, zu denen auch Menschen jeden Alters eingeladen sind, die im umgebenden Quartier oder andernorts im Hitzkirchertal wohnen.

    Das Zusammenbringen und -wirken unterschiedlicher Generationen ist ein Kernstück der Vision Stöcklimatt. Nicht nur bei Veranstaltungen oder in der Freiwilligenarbeit, sondern auch bei der Vermietung der Wohnungen oder für die Auswahl von Therapieangeboten in der Stöcklimatt soll diesem Anliegen Rechnung getragen werden. Dass in den Räumen der Stöcklimatt auch eine Kindertagesstätte eingerichtet werden soll, ist für mich der schönste Ausdruck dieses wertvollen Verständnisses.»

     

  • 27.12.19 - Resultat im Februar 2020

    Für das Gesamtprojekt wurde 2018 eine Machbarkeitsstudie erstellt. Darauf folgte ein zweistufiger Architekturwettbewerb, bestehend aus einem Präqualifikationsverfahren und dem eigentlichen Architekturwettbewerb mit einer Fach- und Sach-Jury. Der Wettbewerb startete Mitte Juli 2019. Das Siegerprojekt wird im Januar und Februar 2020 ermittelt und im Anschluss der Öffentlichkeit präsentiert. Mit der Erarbeitung des Gestaltungsplans wird ab März 2020 begonnen. Die nächsten Schritte sind dann Bürgschaftsabstimmungen in den Gemeinden, geplant Ende 2020 und – bei hoffentlich positivem Entscheid – die Fertigstellung des Gestaltungplans sowie die Erstellung der Baubewilligungsunterlagen.

  • 18.12.19 Nutzen für das Hitzkirchertal

    Das Konzept «Sozialraumentwicklung und Koordinationsstelle» liegt vor. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziokulturelle Entwicklung der Hochschule Luzern- Soziale Arbeit, der Steuergruppe Teilprojekt II Stöcklimatt und der Geschäftsleitung der «Chrüzmatt» entwickelt. Unterstützt wurde die Studie von der Walder Stiftung – Leben und Wohnen im Alter. Es handelt sich um das Konzept eines sozialräumlich eingebettetes, generationendurchmischtes und betreutes Wohnangebot unter der Förderung von Freiwilligenarbeit und Nachbarschaftshilfe.

  • 07.08.2019. Fahrplan mit klarem Ziel

    Seit der Veranstaltung «Echoraum» vom Februar 2019 haben der Lenkungsausschuss und die Projektleitung an den drei Teilprojekten «Wohnraum», «Sozialraumentwicklung und individuelles Fallmanagement» sowie «Angebote und Dienstleistungen» gearbeitet. Im Sinne einer rollenden Planung werden die Konzepte weiter entwickelt – darunter das Grobkonzept zur Definition der Sozialraum-Perimeter und der Schaffung der Fachstelle/Funktion in der «Stöcklimatt». Parallel dazu läuft das Projekt «Soziokulturelle Analyse» durch die Hochschule Luzern - Soziale Arbeit.

  • 05.02.19 . Konstruktive Resonanz aus dem "Echoraum"

     

    140 Interessierte aus den fünf Verbandsgemeinden folgten am Montag Abend, 4. Februar 2019, der Einladung der «Stöcklimatt»-Initianten, sich über die Mitwirkungsplattform «Echoraum» einzubringen. Der Grundtenor war positiv. Das Projekt «Stöcklimatt» als altersdurchmischte Wohnform findet Gefallen. Es wurden aber auch viele Ideen gesammelt, wie das Projekt bevölkerungsnah umgesetzt werden kann.

    Der Saal des Hitzkircher Pfarreiheims war mit 140 Teilnehmenden gut gefüllt, alle Stühle waren besetzt und entsprechend aktiv war die Beteiligung am «Echoraum». Dass die Workshops das Meinungspotenzial der Teilnehmenden ausschöpften und anschliessend eine rege und aufbauende Diskussionsrunde unter der Leitung von Alex Lötscher, Hochschule Luzern, stattfand, war auf die umfassende Grundinformation der Initianten und des Gastes, des Leiters des Alterszentrums «Lindenhof» in Oftringen, Ralph Bürge, zurückzuführen. Cornelius Müller, seines Zeichens Präsident des Gemeindeverbandes Chrüzmatt Hitzkirchertal, sowie Raymond Neumann, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für das Alter «Chrüzmatt» und Projektleiter der «Stöcklimatt», führten inhaltsreich in das geplante Projekt ein.

    Erfüllter Lebensabend und die Kosten im Griff

    Im Kern gibt es eigentlich keine andere Lösung als die altersdurchmischte Wohnform, wie sie in der «Stöcklimatt» über eine Sozialraumentwicklung geplant ist. Denn das Demografieszenario setzt die Leitplanken für die Alterspolitik der Zukunft: bis 2030 ein Plus von 48 Betten, bis 2035 plus 87 Betten und bis 2040 136 Betten mehr. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass pro Pflegebett eine Investition von 300 000 Franken zwingend ist, sind bis 2035 rund 26 Millionen Franken notwendig – bezahlt von den Gemeinden und damit von den Steuerzahlenden. Der Gemeindeverband Chrüzmatt Hitzkirchertal hat deshalb beschlossen, die «Chrüzmatt» nicht auszubauen. Vielmehr wird ein neuer Weg eingeschlagen: Mit dem Projekt «Stöcklimatt» entsteht ein Wohnquartier, das die Generationen vereint. Kurz: Mit dem Konzept eines Mehrgenerationenquartiers erhalten die Betagten die Möglichkeit, lange in den eigenen vier Wänden zu leben – unterstützt von einer Infrastruktur, die alle Formen des Alterswohnens mit einer gezielten Betreuung umfasst.

    Beispiel «Lindenhof» in Oftringen

    Unter dem Titel «So sieht die Pflege und Betreuung der Zukunft aus» konnte Ralph Bürge, Geschäftsführer des Alterszentrums «Lindenhof», seine Erfahrungen weitergeben. Seit vier Jahren wird das Konzept, das auf den gleichen Pfeilern wie jenes der «Stöcklimatt» beruht, konsequent umgesetzt. Es entspricht dem Wohn- und Pflegemodell 2030, dass auch der Schweizerische Heimverband CURAVIVA als das Zukunftsmodell propagiert. Entstanden ist ein altersdurchmischtes Gesundheitszentrum, das Wohnen, Pflege, ambulante Leistungen, Klinik und Paramedizin anbietet. Das Pflegeangebot ist breit gefächert: Es stehen 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag Ärzte und Spezialisten zur Verfügung. Betreutes Wohnen und Wohnen mit Service ist Standard, die Spitex ist eingebunden, es können Ferienappartements belegt werden, und Fitness und Wellness gehören ebenso dazu wie Kurse und Freizeitangebote. Integriert sind auch Kindertagesstätten mit 58 Kindern – eine sympathische Mehrgenerationenlösung also mit enormer Spannweite: Der jüngste «Lindenhof»-Gast ist 3 Monate, die älteste Bewohnerin 103 Jahre alt.

    Workshops mit Substanz und guten Ideen

    An verschiedenen Workshop-Posten konnten sich die Teilnehmenden im zweiten Teil des Abends einbringen. Und sie taten dies mit viel Engagement und Lust:

    Workshop «Aktivitäten und Angebote»: Es soll mehr Angebote für Männer geben. Die Mitwirkung der Bewohner ist gefragt. Es sollen Ruhe- und Aktivitätszonen geschaffen werden. Der Gastronomiebereich wird als Zentrum, als lebendiger Treffpunkt verstanden. Die «Stöcklimatt» soll allen zugänglich sein – also auch der breiten Öffentlichkeit.

    Workshop «Generationengemeinschaft/Sozialraum»: Die Vorteile überwiegen. Eine Generationengemeinschaft ist das beste Mittel gegen Vereinsamung, fördert eine gesündere Lebensweise und den gegenseitigen Respekt. Toleranz ist beim Kinderlärm gefragt. Hier braucht es Verständnis von beiden Seiten. Daran ist zu arbeiten. Dem ist auch mit der Bauweise der Wohnungen und der Umgebungsgestaltung Rechnung zu tragen. Auch Privatheit darf nicht zu kurz kommen.

    Workshop «Bedürfnisse punkto Infrastruktur»: Barrierefreies Bauen ist ein Muss, Schallisolationen reduzieren den Lärm, und Projekträume sollen mithelfen, den Gemeinsinn zu stärken. Es braucht aber auch Rückzugsräume. Gewünscht sind Gästezimmer für Besucherinnen und Besucher. Last, but not least gehört auch das Internet zur Infrastruktur für Betagte, nutzen es diese doch immer mehr. Auch ein Hallenbad ist auf der Wunschliste aufgetaucht.

    Workshop «Altersleitbild»: Für die Teilnehmenden stimmt die Stossrichtung «Stöcklimatt». Allerdings sollte das Altersleitbild nach fünf Jahren aktualisiert werden. Die Dienstleistungen sind für ein Gros der Interessierten wichtiger als die Architektur. Vom Alterszentrum «Lindenhof» soll so viel wie möglich übernommen werden.

    Workshop «Kommunikation»: Kommunikation ist für das Projekt «Stöcklimatt» zentral. Generell wird die Kommunikation als gut bezeichnet. Sie soll aber über die Website intensiviert werden. Die nächsten Schritte sollen laufend kommuniziert werden. Auch die Vorteile des altersdurchmischten Wohnens müssen vermehrt erklärt werden. Es ist auch Aufgabe der Verbandsgemeinden, ihre Kommunikation zu intensivieren.

    Workshop Finanzierung: Das Modell der Finanzierung über eine Bürgschaft erhält Unterstützung. Es wird anerkannt, dass mit dem Projekt die Gemeinden finanziell entlastet werden können. Die Gemeinden sollen mutig sein und den Weg konsequent gehen. Es taucht die Frage auf, was geschieht, wenn eine der fünf Verbandsgemeinden das Projekt ablehnt. Es werden auch Zahlen verlangt: Wie hoch sind die Mieten? Was sagt die Machbarkeitsstudie? Können auch Wohnungen gekauft werden? Wenn ja, wie sieht da die Erbfolge aus?

    Die nächsten Schritte

    Es wird nun Aufgabe der Projektverantwortlichen sein, die Bewohnerinnen und Bewohner der fünf Verbandsgemeinden laufend über die Weiterentwicklung des Projekts zu informieren – und weiterhin einen konstruktiven Dialog zu führen. Der «Echoraum» vom 4. Februar 2019 war der Start dazu. Als nächste Etappen stehen der Projektwettbewerb (bis 4. Quartal 2019), der Gestaltungsplan (4. Quartal 2019), die Sozialraumentwicklung (bis 4. Quartal 2019) sowie die Abstimmung in den Gemeinden (1. Halbjahr 2020) bevor. Wenn alles nach Plan verläuft, kann unmittelbar nach der Abstimmung die Baueingabe erfolgen. Informations- und Kommunikationsdrehscheibe für die «Stöcklimatt» ist die Website, welche die Möglichkeit bietet, sich per Mausklick hinter das Projekt zu stellen oder auch im Blog Meinungen und Fragen zu hinterlassen. Einen entsprechenden Aufruf hat am Schluss der Veranstaltung Verbandspräsident Cornelius Müller erschallen lassen: «Machen Sie mit und tragen Sie sich auf der Homepage unter der Rubrik ‹Wir sind dafür› ein.»

    Und hier die Bilder zum «Echoraum» von Sandra Fischer, Neuenkirch

  • 21.01.19 . "Echoraum" als Diskussionsplattform

    Die Bewohnerinnen und Bewohner der Verbandsgemeinden Aesch, Altwis, Ermensee, Hitzkirch (inklusive Hämikon, Müswangen, Gelfingen, Sulz und Retschwil) sowie Schongau haben die Möglichkeit, ihre Meinung zum Projekt «Stöcklimatt» zu äussern. Plattform dazu ist eine Veranstaltung, welche unter dem Titel «Echoraum» am Montag, 4. Februar 2019, von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr, im Pfarreiheim Hitzkirch stattfindet.

     

  • Medien positionieren "Stöcklimatt" als Pionierprojekt

    Die Medien haben das Projekt «Stöcklimatt» positiv aufgenommen und das geplante Mehrgenerationenquartier als Pionierprojekt positioniert. Berichtet haben u.a. die Schweizerischer Depeschenagentur (sda), die Luzerner Zeitung, der Seetaler Bote, Tele1, das Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF, Radio Pilatus sowie Radio Sunshine/Central.

  • Die «Stöcklimatt» vor den Medien

    Der Gemeindeverband Chrüzmatt Hitzkirchertal, der das Kompetenzzentrum für das Alter «Chrüzmatt» in Hitzkirch betreibt, geht in der Altersbetreuung neue Wege: Mit dem generationendurchmischten Sozialraumquartier «Stöcklimatt» plant der Gemeindeverband eine Alternative zu den gängigen Alters-und Pflegeheimen mit dem Ziel, die Betagten so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben zu lassen. Damit sollen Pflegekosten und Steuern gespart werden. Bei der Konzeption und Umsetzung der Sozialraumentwicklung wollen die Initianten mit der Hochschule Luzern zusammenarbeiten.

    An einem Mediengespräch vom 19. September 2018 wurden Idee, Konzept und weiteres Vorgehen des Projekts durch Cornelius Müller, Präsident des Gemeindeverbandes Chrüzmatt Hitzkirchertal sowie Raymond Neumann, Projektleiter «Stöcklimatt», den Medien präsentiert.